GELB #4

Einfach machen! 

Wie die Automatisierung von Schleifprozessen gelingt – mit Selbstcheck für Ihr Unternehmen!

Die Maschine läuft, Funken fliegen. Ein Mitarbeiter setzt den Winkelschleifer an, Werkstück für Werkstück. Es ist laut, staubig – und es dauert. Gleichzeitig wächst der Stapel an Bauteilen, die noch fertig werden müssen. Ein Kollege fehlt, Ersatz ist schwer zu finden.

Kommt Ihnen das bekannt vor? In vielen Betrieben gehört genau dieses Bild zum Alltag. Und oft stellt sich irgendwann die gleiche Frage: Muss das eigentlich noch alles von Hand passieren?

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Wenn es immer gleich läuft – aber viel Zeit kostet

Gerade beim Schleifen wiederholen sich viele Arbeitsschritte. Bauteil für Bauteil, immer die gleiche Bewegung, das gleiche Ergebnis – idealerweise zumindest.Genau hier liegt der Ansatzpunkt für Automatisierung.

Was lange nur in der Großserie wirtschaftlich war, funktioniert heute auch bei kleineren Stückzahlen. Roboterschleifen hat sich weiterentwickelt – technisch und wirtschaftlich.

Ein Blick in die Praxis

Die Möstl Anlagenbau GmbH kennt diese Situation gut. Das Unternehmen fertigt Anlagen für die Pharma- und Lebensmittelindustrie – mit klar definierten Anforderungen an die Oberflächen.

Beim Schleifen von Edelstahltanks zählt jedes Detail. Heute übernehmen Roboter große Teile dieser Arbeit. Das Ergebnis: gleichbleibende Qualität bei gleichzeitig effizienteren Abläufen.

"Wichtig ist für uns das homogene Schliffbild, denn für unsere Pharma-Kunden ist entscheidend, dass die geforderte Qualität erreicht wird"

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Gernot Möstl | Geschäftsführer Möstl Anlagenbau GmbH

Neben der Qualität hat sich auch der Aufwand reduziert:

  • weniger Rüstzeiten 
  • stabilere Prozesse
  • geringere Betriebskosten 

Ein kurzer Selbstcheck

Ob sich Automatisierung lohnt, lässt sich oft schneller beantworten als gedacht.

Drei Fragen helfen bei der ersten Einschätzung:

Fehlen Ihnen Fachkräfte im Schleifprozess?

Arbeiten Sie mit Serien oder wiederkehrenden Bauteilen?

Gibt es Schleif- oder Polierprozesse, die immer gleich ablaufen?

  Wenn Sie hier mehrfach nicken, lohnt sich ein genauer Blick...

Warum sich der Aufwand oft rechnet

Ein Roboter macht keine Pause, wird nicht müde und arbeitet jeden Schritt gleich aus. Das klingt simpel – macht aber in der Praxis einen großen Unterschied. Gerade bei wiederholenden Prozessen sorgt das für:

  • gleichbleibende Ergebnisse
  • weniger Ausschuss
  • planbarere Abläufe 

Und: Mitarbeitende werden von körperlich belastenden Tätigkeiten entlastet.

Entscheidend ist nicht der Roboter – sondern der Prozess

So naheliegend es klingt: Ein Roboter allein löst noch kein Problem. Der eigentliche Hebel liegt im Zusammenspiel:

  • Schleifverfahren
  • Maschine
  • Schleifmittel 

Erst wenn diese Faktoren aufeinander abgestimmt sind, entsteht ein stabiler Prozess.

"Am Anfang geht es immer darum, den bestehenden Ablauf wirklich zu verstehen. Erst dann kann man sinnvoll automatisieren."

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Ibraim Lapa | Leiter Business Development

Was wirklich zählt: die richtigen Prioritäten

In der Praxis zeigt sich schnell: Nicht alles lässt sich gleichzeitig maximieren. Hoher Abtrag, perfekte Oberfläche und maximale Standzeit stehen oft im Wettbewerb zueinander. Deshalb ist die zentrale Frage: Was ist für Ihren Prozess wirklich entscheidend? Erst wenn diese Prioritäten klar sind, lässt sich die passende Lösung entwickeln.

Standardlösung oder maßgeschneidert?

Viele Anwendungen lassen sich bereits mit bestehenden Schleifmitteln abdecken. In anderen Fällen wird gezielt angepasst.

Typische Stellschrauben:

  • Kornart und Korngröße
  • Bindung und Streuung
  • Trägermaterial und Beschichtung 

Gerade im automatisierten Einsatz ist entscheidend, dass das Schleifmittel unter konstanten Bedingungen zuverlässig funktioniert.

 

Wenn alles zusammenpasst

Robotersysteme arbeiten mit gleichbleibendem Druck und über lange Zeiträume hinweg. Das stellt besondere Anforderungen an die eingesetzten Werkzeuge. Wenn Schleifmittel und Maschine optimal aufeinander abgestimmt sind, entsteht ein stabiler Prozess – und genau darin liegt der eigentliche Vorteil der Automatisierung.

Was Sie konkret gewinnen

  • gleichbleibende Oberflächenqualität
  • reproduzierbare Ergebnisse
  • kürzere Durchlaufzeiten
  • geringerer Materialverbrauch
  • Entlastung Ihrer Mitarbeitenden
  • höhere Arbeitssicherheit

Automatisierung greifbar machen

Wie automatisiertes Schleifen konkret aussieht, lässt sich am besten live erleben. Beim Fachtag „Automatisiertes Schleifen“ in der Klingspor Training Academy in Haiger werden typische Anwendungen gezeigt und konkrete Lösungen vorgestellt. Eine gute Gelegenheit, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was heute möglich ist – und was davon zum eigenen Betrieb passt.

Fazit

Vielleicht kennen Sie die Situation: wiederkehrende Schleifprozesse, steigender Druck, fehlende Fachkräfte. Automatisierung ist dafür keine Zukunftsvision mehr – sondern für viele Betriebe bereits eine praktikable Lösung. Der erste Schritt ist dabei oft der einfachste: den eigenen Prozess einmal genauer anschauen. Und dann entscheiden, ob es nicht an der Zeit ist, den nächsten Schritt zu gehen.

Wir helfen Ihnen gerne weiter!

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